Medizinisches Wissen interdisziplinär vernetzen

Das krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) ist eines von bundesweit 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Sie alle verfolgen das Ziel, Forscher zu spezifischen Krankheitsbildern bundesweit und interdisziplinär zusammenzubringen, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Multiple Sklerose ist aktuell nicht heilbar, gleichzeitig aber eine Erkrankung von großer sozioökonomischer Relevanz: Jüngsten Hochrechnungen zufolge sind etwa 130.000 Menschen in Deutschland betroffen – zwei Drittel davon sind Frauen. Trotz großer Forschungsanstrengungen sind Ursachen und Verlaufsformen der MS bis heute nicht ausreichend geklärt. Diese Situation zu ändern sowie Diagnostik und Therapie zu verbessern, ist das Ziel des KKNMS.

Gutachter eines internationalen Experten-Gremiums haben für die erste Förderphase bis 2012 zunächst drei Forschungsverbünde ausgewählt:
Zu wichtigen Fragestellungen und Themen haben sich innerhalb des Netzwerks verbundübergreifende Arbeitsgruppen, so genannte Task Forces, gebildet:
Als zentralen Ansprechpartner für alle Mitglieder, Interessierte und Förderer hat das KKNMS eine Geschäftsstelle eingerichtet. Ihr Sitz ist in München.
Kompetenznetz Multiple Sklerose - Deutschlandkarte mit den beteiligten Zentren (JPG)