SOPs unterstützen bei der Diagnosestellung

Die Diagnose einer Multiplen Sklerose (MS) erfordert immer mehrere Bausteine und folgt klar definierten klinischen Kriterien. In der Praxis haben sich dazu die im Jahr 2010 revidierten McDonald-Kriterien durchgesetzt. Dabei werden neben klinischen auch paraklinische Befunde aus Magnetresonanztomografie sowie Serum- und Liquoruntersuchungen bewertet. Die beiden letztgenannten dienen insbesondere auch zur differentialdiagnostischen Abgrenzung der MS.

Klar, übersichtlich und praxiserprobt: SOPs

Für den Alltag in Kliniken und Arztpraxen haben sich darüber hinaus Diagnose-Leitlinien und SOPs (dt.: Standardvorgehensweisen) bewährt, da sie einfach und übersichtlich aufgebaut sind. Aus diesem Grund entwickelt das KKNMS eigene SOPs zur MS-Diagnosestellung, um Neurologen so einen bestmöglichen Leitfaden für wiederkehrende Arbeitsabläufe an die Hand zu geben.

Im „Kleinen MS-Leitfaden für Neurologen“ haben wir sowohl die McDonald-Kriterien als auch die SOP zur Erstdiagnose mit der EDSS-Behinderungsskala nach Kurtzke und einer Sehprobentafel zu einer kompakten Sammlung von Informationen zur Diagnose der MS für die Kitteltasche zusammengeführt. Diesen sogenannten Info-Fächer können Sie über die Geschäftsstelle des KKNMS bestellen.