Proben und Daten des KKNMS für eigene Forschungsprojekte nutzen

Die Kohortenstudie und die Brain Bank sammeln eine Vielzahl an Bioproben, die in Biobanken aufbewahrt werden. Diese Proben und dazugehörigen Daten sind sowohl für KKNMS-Partner als auch andere Forschungseinrichtungen für wissenschaftliche Projekte zugänglich. Der Fachausschuss Daten-, Biomaterialverwertung, Ethik und Datenschutz (FaBIO) entscheidet in einem zweistufigen Antragsverfahren über eingereichte Projektideen für zelluläre und nicht-zelluläre Proben.

Einen Projektantrag einreichen

Projektideen für die Verwendung zellulärer und nicht-zellulärer Proben können in Form eines „Letter of Intent“ (LoI) an die Geschäftsstelle des KKNMS gesendet werden. Die FaBIO-Mitglieder prüfen das Vorhaben und teilen dem Antragsteller innerhalb von vier Wochen mit, ob ein detaillierter Projektantrag eingereicht werden kann. Handelt es sich um ein Forschungsvorhaben mit ZNS-Biomaterial, dann wird zur Begutachtung der Leiter der ZNS-Biobank (Prof. Dr. Wolfgang Brück, Universitätsmedizin Göttingen) hinzugezogen. Fachgutachter (z.B. Statistiker, MRT-Experten) werden bei Bedarf ebenfalls in den Entscheidungsprozess eingebunden. Grundsätzlich hat der Datenschutzbeauftragte des KKNMS (Prof. Dr. Andreas Ziegler, Universität Lübeck) ein Vetorecht. Die Leiter der Biobanken werden zudem zur generellen Machbarkeit der beantragten Projekte befragt.

Zusammensetzung des Ausschusses

FaBIO hat sieben stimmberechtigte Mitglieder, die jährlich neu ermittelt werden. Ausschlaggebend dafür ist die Rekrutierungsleistung für die Kohortenstudie innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Ab dem 3. Jahr gilt die Zahl der realisierten Folgeuntersuchungen. Aktueller Sprecher des Fachausschusses ist PD Dr. Björn Tackenberg von der Universität Marburg.