{"id":5615,"date":"2022-01-21T11:30:00","date_gmt":"2022-01-21T11:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/?p=5615"},"modified":"2024-01-29T13:54:15","modified_gmt":"2024-01-29T13:54:15","slug":"stellungnahme-zur-therapie-der-fruehen-sars-cov2-infektion-bei-personen-mit-ms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/en\/stellungnahme-zur-therapie-der-fruehen-sars-cov2-infektion-bei-personen-mit-ms\/","title":{"rendered":"Stellungnahme zur Therapie der fr\u00fchen SARS-CoV2 Infektion bei Personen mit MS"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group no-background has-pale-pink-background-color has-background has-global-padding is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-c34dd115 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--70)\">\n<section class=\"wp-block-group has-white-background-color has-background is-layout-flow wp-container-core-group-is-layout-a87e1012 wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"border-radius:10px;padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-d0b3c9c8 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-primary-color has-text-color has-link-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PM_KKNMS_DMSG_Therapie-SARS-CoV_21.01.2022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Download (PDF)<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:75%\">\n<p><strong>21.01.2022 \u2013 Die Multiple Sklerose (MS) stellt per se kein Risiko f\u00fcr schwere COVID-19 Verl\u00e4ufe dar. Dennoch k\u00f6nnen Personen mit Multipler Sklerose (PwMS), die deutliche Behinderungen aufweisen oder mit bestimmten Immuntherapeutika behandelt werden ein erh\u00f6htes Risiko in der aktuellen SARS-CoV-2 Pandemie haben. W\u00e4hrend die Impfung die wichtigste Strategie in der Pr\u00e4vention der Infektion ist, sind nun auch nachweislich wirksame Therapien der COVID-19 Erkrankung verf\u00fcgbar. Dabei ist der fr\u00fchzeitige Einsatz entscheidend f\u00fcr den Therapieerfolg, weshalb das Wissen \u00fcber Nutzen und Risiken f\u00fcr die rationale Anwendung dieser Therapien wichtig ist.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><u>Hintergrund:<\/u>\u00a0Bei PwMS, die bestimmte Immuntherapien erhalten, muss mit einem abgeschw\u00e4chten Impfschutz gerechnet werden. Die relevanten Medikamentengruppen sind dabei S1P1-Modulatoren (Fingolimod, Siponimod, Ozanimod und Ponesimod) und die B-Zell-depletierenden Therapien (Ocrelizumab, Ofatumumab, Rituximab sowie Inebelizumab \u2013 ein Immuntherapeutikum f\u00fcr die Neuromyelits optica Spektrum-Erkrankung). Unter diesen Therapien ist eine reduzierte Impfantwort belegt. Auch nach einer 3. Impfdosis kann der Impferfolg abgeschw\u00e4cht sein und bei einem Teil dieser PwMS k\u00f6nnen keine oder nur niedrig-titrige gegen SARS-CoV-2 gerichteten Antik\u00f6rper ohne neutralisierende Aktivit\u00e4t nachgewiesen werden [1]. Auch sind ein Gro\u00dfteil der PwMS \u00fcber 50 Jahre alt und haben Begleiterkrankungen, weshalb sie unabh\u00e4ngig von der MS zu einer Risikogruppe z\u00e4hlen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrzlich abgeschlossene Studien haben nun gezeigt, dass eine sog. passive Immunisierung mit SARS-CoV-2 neutralisierenden monoklonalen Antik\u00f6rpern in der fr\u00fchen Phase der Infektion wirksam ist. \u201eDiese monoklonalen Antik\u00f6rper k\u00f6nnen das Virus zumindest teilweise \u201eneutralisieren\u201c, bevor dieses eine schwere COVID-19 Erkrankung hervorruft\u201c, so Priv. Doz. Dr. Clemens Warnke, Oberarzt am Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln und Mitglied im Fachausschuss Versorgung und Therapeutika des Krankheits-bezogenen Kompetenznetzwerks Multiple Sklerose (KKNMS).<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland existieren verschiedene monoklonale Antik\u00f6rper zur Behandlung von COVID-19. Dazu z\u00e4hlt die Antik\u00f6rperkombination Casivirimab\/Imdevimab (Ronapreve\u00ae), die seit November in der EU zugelassen ist. Des Weiteren sind die monoklonalen Antik\u00f6rper Regdanvimab (Regkirona\u00ae) und k\u00fcrzlich auch Sotrovimab (Xevudy\u00ae) in der EU zugelassen worden. Die Behandlung muss rasch begonnen werden, im sp\u00e4teren Verlauf der COVID-19 Erkrankung ist die Wirksamkeit der monoklonalen Antik\u00f6rper nicht belegt. Das bedeutet, dass die Substanzen bei nachgewiesener SARS-CoV2-Infektion vor bzw. sp\u00e4testens 7 Tage (bei Sotrovimab \u2264 5 Tage) nach Symptombeginn bei Personen \u00fcber 12 Jahren und \u00fcber 40 kg K\u00f6rpergewicht ohne zus\u00e4tzliche O2-Supplementation eingesetzt werden sollen. Die Patienten erhalten die monoklonalen Antik\u00f6rper in Form einer einmaligen intraven\u00f6sen Infusion oder als subkutane Injektion. Hierbei muss eine ad\u00e4quate Behandlung von Infusionsreaktionen\/allergischen Reaktion gew\u00e4hrleistet sein, was h\u00e4ufig den Einsatz in spezialisierten Einrichtungen erforderlich macht. Ein weiteres Problem der monoklonalen Antik\u00f6rper ist die fragliche Wirksamkeit auf sog. Variants of Concern (VOC) wie aktuell die Omikronvariante. Die Fa. Roche, der Hersteller von Ronapreve\u00ae, hat bereits mitgeteilt, dass der monoklonale Antik\u00f6rper nicht in der Lage ist die Omikron-Variante zu neutralisieren [2]. Auch Regkirona\u00ae ist nach vorliegenden Daten nicht gegen die Omikronvariante wirksam, wonach Xevudy\u00ae als einzige Option unter den monoklonalen Antik\u00f6rpern zur Neutralisierung der Omikrovariante verbleibt [3]. Mit der Verf\u00fcgbarkeit von Sotrovimab (Xevudy\u00ae) wird Ende Januar in Deutschland gerechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den o.g. Gr\u00fcnden sind die neuesten Entwicklungen bei den oralen antiviralen Substanzen von Interesse. F\u00fcr zwei orale antivirale Substanzen\u00a0(der Polymerasehemmer Molnupiravir sowie der Proteaseinhibitor Paxlovid\u00ae (Nirmatrelvir in Kombination mit Ritonavir) liegen Studiendaten vor [4,5]. Beide Substanzen zeigten beim Einsatz \u22645 Tagen nach Symptombeginn bei erwachsenen Patienten mit Risiko f\u00fcr einen schweren COVID-19-Verlauf eine statistisch signifikante Reduktion der klinischen Verschlechterungsrate definiert als Hospitalisierung oder Tod (um 30% bei Molnupiravir bzw. 86% bei Paxlovid). F\u00fcr Molnupiravir liegt mittlerweile eine Empfehlung der EMA vor und aktuelle Berichte legen nahe, dass die Substanz eine Wirkung gegen die Omikronvariante zeigt [6]. Nach Vorgaben des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit (BMG) kann Molnupiravir bei ambulanten Patienten oder Patienten, die unabh\u00e4ngig von COVID-19 hospitalisiert sind (z.B. bei nosokomialer Infektion), keinen zus\u00e4tzlichen Sauerstoffbedarf haben und ein Risiko f\u00fcr einen schweren Verlauf aufweisen eingesetzt werden. Schwangerschaft stellt eine absolute Kontraindikation f\u00fcr den Einsatz von Molnupiravir dar, eine wirksame Kontrazeption bei Frauen ist daher sicherzustellen. Auch M\u00e4nner sollten f\u00fcr drei Monate nach Einnahme von Molnupiravir kein Kind zeugen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studiendaten von Paxlovid\u00ae sind mittlerweile bei der EMA eingereicht, eine Zulassung wird noch im Januar 2022 erwartet, wobei sich das BMG f\u00fcr eine Notfallzulassung einsetzen will. Bei der Verordnung von Paxlovid\u00ae sind vielf\u00e4ltige Medikamenteninteraktionen zu beachten und m\u00fcssen vorab \u00e4rztlich gepr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell steht als antivirale Therapie zur Verhinderung von schweren Krankheitsverl\u00e4ufen Remdesivir zur Verf\u00fcgung. Bei Risikopatienten, die innerhalb von 7 Tagen nach Symptombeginn behandelt wurden, senkt die Gabe von Remdesivir das Risiko f\u00fcr Hospitalisation und Tod um 87% (7). Daf\u00fcr ist eine Infusion an drei aufeinanderfolgenden Tagen notwendig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem noch unklaren und dynamischen Hintergrund empfiehlt der Fachausschuss Arzneimittel und Versorgung des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzwerks Multiple Sklerose (KKNMS) zun\u00e4chst folgende Vorgehensweisen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Grunds\u00e4tzlich stellt allein die Diagnose einer Multiplen Sklerose ohne das Vorliegen von Risikofaktoren f\u00fcr einen schweren COVID-19-Verlauf keine Indikation f\u00fcr den Einsatz von monoklonalen Antik\u00f6rpern oder antiviralen Substanzen dar.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><\/em><em>Der Einsatz einer COVID-19-Therapie bei PwMS und nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion (vor bis sp\u00e4testens \u2264 7 Tage nach Symptombeginn) kann erwogen werden, wenn folgende Bedingungen vorliegen:<\/em><em><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><\/em><em>Therapie mit S1P1-Modulator oder B-Zell-Depletion bzw. unzureichender SARS-CoV2-Spikeprotein-Titer aus anderem Grund.<\/em><em><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><\/em><em>Weitere Risikofaktoren f\u00fcr einen schweren COVID-19 Verlauf. F\u00fcr die MS k\u00f6nnen das z.B. ein Alter &gt; 50 Jahre, ein h\u00f6herer Grad an Behinderung (EDSS Werte &gt; 6.5), Adipositas, eine zus\u00e4tzliche Immunsuppression oder weitere chronische Vorerkrankungen sein.<\/em><em><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><\/em><em>Bez\u00fcglich der genannten weiteren Risikofaktoren sei darauf hingewiesen, dass es noch keine Empfehlungen zum Einsatz der neueren Substanzen in der Allgemeinbev\u00f6lkerung gibt. Die benannten Risikofaktoren spiegeln daher einen Konsens der Verfasser dieser Stellungnahme wider und sind insbesondere f\u00fcr geimpfte Personen nicht evidenzbasiert. Breiter abgestimmte Empfehlungen f\u00fcr die Allgemeinbev\u00f6lkerung liegen noch nicht vor, sind jedoch in Arbeit. Bis dahin sind individuelle Entscheidungen zu treffen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><em><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Da Omikron derzeit die vorherrschende Virusvariante in Deutschland ist, sollte sich die Auswahl des therapeutischen Konzeptes an der Wirksamkeit gegen Omikron orientieren.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>F\u00fcr die monoklonalen Antik\u00f6rper existieren auch\u00a0Daten zur Post-Expositionsprophylaxe (PEP), wobei in Studien zur PEP ein Zeitraum von max. 96 Stunden nach Exposition gegen\u00fcber einem SARS-CoV2-infizierten Haushaltsangeh\u00f6rigen eingehalten wurde. Wenn ein Risiko f\u00fcr ein unzureichendes Impfansprechen (S1P1-Modulator oder B-Zell-Depletion) vorliegt oder die Impfung lange zur\u00fcckliegt und zus\u00e4tzlich Risikofaktoren f\u00fcr einen schweren COVID-19-Verlauf (wie Alter > 50 Jahre, EDSS Werte > 6.5, Adipositas, zus\u00e4tzliche Immunsuppression, weitere chronische Vorerkrankungen) bestehen, kann ein Einsatz bei PwMS erwogen werden, vorausgesetzt eine Wirkung gegen VOC liegt vor.\u00a0<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Ganz wichtig und unstrittig: <\/em><strong><em>Die prophylaktische Gabe der monoklonalen Antik\u00f6rper (passive Immunisierung) ist keine Alternative zu einer aktiven Immunisierung (Impfung), u.a. auch weil der Schutz nur kurz anh\u00e4lt und sich kein immunologisches Ged\u00e4chtnis ausbildet.\u00a0<\/em><\/strong><em>\u201eEine vollst\u00e4ndige Impfung inkl. der 3. Impfung soll unter allen MS-Therapien und bei allen MS-Patienten unbedingt erfolgen\u201c, betont Prof. Dr. Heinz Wiendl, Direktor der Neurologischen Universit\u00e4tsklinik M\u00fcnster und Sprecher des Vorstandes des KKNMS.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Stellungnahme wurde im Namen des Vorstandes des KKNMS e.V. (Prof. Dr. Ralf Gold, Bochum; Prof. Dr. Martin Kerschensteiner, M\u00fcnchen; Prof. Dr. Tania K\u00fcmpfel, M\u00fcnchen; Prof. Dr. Ralf Linker, Regensburg; Prof. Dr. Mathias M\u00e4urer, W\u00fcrzburg; Prof. Dr. Heinz Wiendl (Sprecher), M\u00fcnster; Prof. Dr. Frauke Zipp, Mainz) sowie der Mitglieder der Task Force Versorgungsstrukturen und Therapeutika des KKNMS e.V. (Prof. Dr. Klaus Berger MPH MSc, M\u00fcnster; Prof. Dr. Judith Haas, Berlin; Prof. Dr. Aiden Haghikia, Magedeburg; Dr. Boris Kallmann, Bamberg; Prof. Dr. Ingo Kleiter, Berg; Prof. Dr. Mathias M\u00e4urer (Sprecher), W\u00fcrzburg; Dr. Uwe Meier, Grevenbroich; Prof. Dr. Friedemann Paul, Berlin (Autor der Stellungnahme); Prof. Dr. Corinna Trebst, Hannover; Prof. Dr. Hayrettin Tumani, Ulm; Dr. Clemens Warnke, K\u00f6ln (Autor der Stellungnnahme); Prof. Dr. Martin Weber, G\u00f6ttingen; PD Prof. Dr. Heinz Wiendl, M\u00fcnster) unter Mitarbeit und Beratung von Prof. Dr. med. Gerd F\u00e4tkenheuer, Leiter Infektiologie Klinik I f\u00fcr Innere Medizin, Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln und Prof. Dr. Leif Erik Sander, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie Charit\u00e9 \u2013 Universit\u00e4tsmedizin Berlin verfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>* * *<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abdruck ist frei.<\/p>\n\n\n\n<p>* * *<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-group has-white-background-color has-background is-layout-flow wp-container-core-group-is-layout-a87e1012 wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"border-radius:10px;padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-d0b3c9c8 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:75%\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color has-normal-font-size wp-elements-b173a59a8c7f08a334fab8b408e94279\">Quellen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>[1] Apostolidis, S.A., Kakara, M., Painter, M.M. et al.\u00a0Cellular and humoral immune responses following SARS-CoV-2 mRNA vaccination in patients with multiple sclerosis on anti-CD20 therapy.\u00a0Nat Med 27, 1990\u20132001 (2021).\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-021-01507-2\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-021-01507-2<\/a><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>[2]\u00a0<\/em><em>Statement Fa. Roche: Ronapreve does not retain neutralising activity against the Omicron variant (16.12.2021).\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2021216_Roche-statement-on-Ronapreve-Omicron-3-1.pdf\">https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2021216_Roche-statement-on-Ronapreve-Omicron-3-1.pdf<\/a><\/em><em>\u00a0(zuletzt aufgerufen am 20.12.2021)<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>[3]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.covid19treatmentguidelines.nih.gov\/therapies\/statement-on-therapies-for-high-risk-nonhospitalized-patients\/\">Statement on Therapies for High-Risk, Nonhospitalized Patients | COVID-19 Treatment Guidelines (nih.gov)<\/a><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>[4]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.pfizer.com\/news\/press-release\/press-release-detail\/pfizers-novel-covid-19-oralantiviral-treatment-candidate\">https:\/\/www.pfizer.com\/news\/press-release\/press-release-detail\/pfizers-novel-covid-19-oralantiviral-treatment-candidate<\/a><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>[5]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.merck.com\/news\/merck-and-ridgeback-biotherapeutics-provide-update-on-results-from-move-out-study-of-molnupiravir-an-investigational-oral-antiviral-medicine-in-at-risk-adults-with-mild-to-moderate-covid-19\/\">https:\/\/www.merck.com\/news\/merck-and-ridgeback-biotherapeutics-provide-update-on-results-from-move-out-study-of-molnupiravir-an-investigational-oral-antiviral-medicine-in-at-risk-adults-with-mild-to-moderate-covid-19\/<\/a><\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>[6]\u00a0Vangeel L, De Jonghe S, Maes P et al. Remdesivir, Molnupiravir and Nirmatrelvir remain active against SARS-CoV-2 Omicron and other variants of concern.\u00a0This version posted December 28, 2021;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/10.1101\/2021.12.27.474275v2\">https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/10.1101\/2021.12.27.474275v2<\/a>\u00a0(zuletzt aufgerufen am 03.01.2022)<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>[7]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2116846\">https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2116846<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-group has-white-background-color has-background has-global-padding is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"border-radius:10px;padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-d0b3c9c8 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/KKNMS-Logo.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-65\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:75%\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color has-normal-font-size wp-elements-ea3b3b335c5778b296a2e839a19730aa\">KKNMS<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) ist eines von bundesweit 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung initiiert wurden. Sie alle verfolgen das Ziel, Forscher zu spezifischen Krankheitsbildern bundesweit und interdisziplin\u00e4r zu vernetzen, um einen schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu erm\u00f6glichen. Der Fokus der aktuellen KKNMS-Projekte liegt auf der langfristigen Verbesserung der MS-Diagnose, -Therapie und -Versorgung. Die Gesch\u00e4ftsstelle ist am Universit\u00e4tsklinikum M\u00fcnster angesiedelt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n\n\n\n<section class=\"wp-block-group has-white-background-color has-background has-global-padding is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db32e940 wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"border-radius:10px;padding-top:var(--wp--preset--spacing--60);padding-right:var(--wp--preset--spacing--60);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--60);padding-left:var(--wp--preset--spacing--60)\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-d0b3c9c8 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kompetenznetz-multiplesklerose.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/DMSG-logo.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-459\" style=\"width:151px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:75%\">\n<h3 class=\"wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color has-normal-font-size wp-elements-67f1ea467896f963c4c5b488b4b69030\">DMSG, Bundesverband e.V.<\/h3>\n\n\n\n<p>1952\/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegr\u00fcndet, vertritt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge. Die DMSG mit Bundesverband, 16 Landesverb\u00e4nden und etwa 800 \u00f6rtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angeh\u00f6rigen, fast 4.000 ehrenamtlichen Helfern und 276 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG fast 43.000 Mitglieder. Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespr\u00e4sident a.D.<\/p>\n\n\n\n<p>Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entz\u00fcndliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und R\u00fcckenmark), die zu St\u00f6rungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeintr\u00e4chtigung von Sinnesorganen f\u00fchrt. In Deutschland leiden nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 250.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und fr\u00fcher Jugend f\u00fcr die sp\u00e4tere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Fr\u00fchstadium g\u00fcnstig beeinflusst werden. Weltweit sind sch\u00e4tzungsweise 2,8 Millionen Menschen an MS erkrankt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21.01.2022 \u2013 Die Multiple Sklerose (MS) stellt per se kein Risiko f\u00fcr schwere COVID-19 Verl\u00e4ufe dar. Dennoch k\u00f6nnen Personen mit Multipler Sklerose (PwMS), die deutliche Behinderungen aufweisen oder mit bestimmten Immuntherapeutika behandelt werden ein erh\u00f6htes Risiko in der aktuellen SARS-CoV-2 Pandemie haben. 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